REACH-Diskussion mit Europaabgeordnetem Kastler
Juni 2009: Der Europaabgeordnete Martin Kastler besuchte die Firma DeWe Brünofix GmbH – Fabrik für Metallchemie in Rednitzhembach um sich bei dem Hersteller von chemischen Produkten über die Auswirkungen der neuen EU-Chemikalienverordnung „REACH“ auf mittelständische Betriebe zu informieren. „Ich bin schon oft am Rednitzhembacher Kreisel vorbeigefahren – aber eine Firma in diesem Umfang habe ich hier nicht vermutet“, so Kastler gegenüber dem Geschäftsführer von DeWe Brünofix, Ralf Schmidt.
Kritisch äußerte sich Geschäftsführer Ralf Schmidt über die Umsetzung der neuen EU-Chemikalienpolitik, speziell der „REACH“-Verordnung. Viele nationale Bestimmungen und Verordnungen sind auf die teils veränderten Grenzwerte nicht angepasst, was vor allem bei eventuellen Brand- oder Umweltschäden aufgrund der dann ungeklärten Rechtslage zu Schwierigkeiten in der Haftungsfrage und damit auch zu Auseinandersetzungen mit Versicherungen führen dürfte, so Schmidt weiter. Im Besonderen wurde darauf Bezug genommen, welcher Zeit- und Arbeitsaufwand auch für Unternehmen des Mittelstandes zur rechtssicheren Umsetzung von REACH aufzubringen waren. Als Hersteller von chemischen Stoffen ist der Aufwand für DeWe-Brünofix enorm.
Kastler, der 2004 Sprecher der CSU-Gruppe bei der großen Chemikalienverordnung war, betonte wie wichtig es auch heute noch sei, über die Umsetzung dieser Verordnung ins Gespräch zu kommen. „Solche Betriebsbesichtigungen sind eine gute Möglichkeit, die Theorie an der Praxis zu messen und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen“, sagte Kastler dem Gastgeber zum Abschluss der Veranstaltung.
